Zum Nachweis der Autoantikörper gegen doppelsträngige, native DNS (dsDNS, nDNS) durch indirekte Immunfluoreszenz werden tierpathogene Hämoflagellaten der Art Crithidia luciliae eingesetzt. Diese Einzeller besitzen ein Doppelstrang-DNS-haltiges Riesenmitochondrium (Kinetoplast), das im wesentlichen keines der übrigen in den Zellkernen enthaltenen Antigene aufweist. Autoantikörper, die mit dem Kinetoplasten reagieren, sind daher ausschließlich gegen dsDNS gerichtet.
Neben dem konventionellen CLIFT, der eine besonders hohe Krankheitsspezifität aufweist, hat EUROIMMUN einen Crithidia-luciliae-sensitiv-IFT (Bestell-Nr. FA 1572-1) entwickelt, der in seiner Sensitivität dem Anti-dsDNS-NcX-ELISA und dem Farr-Assay vergleichbar ist. Allerdings werden trotz vergleichbarer Sensitivität verschiedene Patienten erfasst, so dass zur Erhöhung der serologischen Trefferquote oft verschiedene Testsysteme miteinander kombiniert werden.