Die EUROIMMUN-Innovationen auf einen Blick (Archiv)
Die aktuellen Schlagzeilen finden Sie hier.
Der EUROIMMUN 25-OH-Vitamin-D-ELISA: zuverlässige, komfortable Untersuchung – attraktiver Preis

Vitamin D sorgt nicht nur für starke Knochen – unzählige Studien belegen seine herausragende Bedeutung für die Aktivität des Immunsystems, die Krebsprävention sowie die Risikoverringerung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Daher ist es wichtig, einen Mangel an Vitamin D frühzeitig zu diagnostizieren.
Ab sofort steht Ihnen für die Bestimmung des Vitamin-D-Spiegels der neu entwickelte 25-OH-Vitamin-D-ELISA der Firma EUROIMMUN zur Verfügung. Der Test wurde so eingestellt, dass er eine hervorragende Korrelation zu etablierten, bereits im Markt befindlichen Testsystemen aufweist (s. Anlage).
Folgende Eigenschaften zeichnen den neuen 25-OH-Vitamin-D-ELISA aus:
– 100% Nachweissicherheit für 25-OH Vitamin D2 und D3 dank eines neuen monoklonalen Antikörpers
– Schnelle und einfache Testdurchführung in weniger als drei Stunden
– Verbesserte Analyten-Freisetzung in nur einem Schritt, ohne Verwendung toxischer Substanzen
– Optimiertes Testverfahren, nur 6 Kalibratoren erforderlich
– Überwiegend gebrauchsfertige Reagenzien
- Voll automatisierbare Abarbeitung
– Äußerst attraktiver Preis
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Publikation der International Autoimmune Hepatitis Group:
Autoantikörper gegen SLA/LP besitzen hohen Stellenwert für die Diagnostik der Autoimmun-Hepatitis. (Hennes et al.: Simplified criteria for the diagnosis of
autoimmune hepatitis, Hepatology, 2008).
PubMed: 18537184[uid]
Autoantikörper gegen epidermale Basalmembran (BP180 und 230) und gegen Desmosomen (Desmoglein 1 und 3)

für die Autoantikörper-Diagnostik bei Patienten mit Bullösem Pemphigoid wurde unter maßgeblicher Beteiligung unserer Wissenschaftler ein neues rekombinantes Designer-Antigen geschaffen, das sich für diagnostische Zwecke weitaus besser eignet als die Vorlage der Natur: Es enthält von dem riesigen BP180-Molekül nur die pathogenetisch relevante Zielstruktur – die NC16A-Domäne, und zwar gleich als Tetramer (NC16A-4X*). Auf der Basis dieses Antigen-Kunstwerks wurde ein sehr kompetentes
ELISA-Testsystem entwickelt, das eine Sensitivität von 90% (!) aufweist (Spezifität 98%!) und Patientinnen mit Schwangerschaftspemphigoid sogar zu 100% erfasst. Bestimmt man zusätzlich Autoantikörper gegen BP230, dann kann man serologisch 93% der Patienten mit Bullösem Pemphigoid identifizieren.
Bei Pemphigus foliaceus und Pemphigus vulgaris werden Autoantikörper gegen Desmosomen untersucht. Die maßgeblichen Zielantigene sind die Desmogleine (Dsg) 1 und 3: Pemphigus foliaceus zeigt ausschließlich eine Reaktion mit Dsg1, Pemphigus vulgaris mit Dsg3 allein oder mit Dsg1 und Dsg3 zusammen. Auch hier gehört heute die Verwendung rekombinanter Antigene zum Stand der Technik, sie werden bei EUROIMMUN in humanen Zell-Linien synthetisiert, in denen sie posttranslational speziesgetreu und authentisch modifiziert werden. Entsprechende moderne ELISA-Reagenzien beeindrucken mit Sensitivitäten von 96,0% (Dsg1) bzw. 100% (Dsg3) bei Spezifitäten von 99,1% (Dsg1) bzw. 99,6% (Dsg3).
Alle diese Autoantikörper lassen sich auch durch indirekte Immunfluoreszenz nachweisen. Bisher galten als Standardsubstrate Gewebeschnitte von Ösophagus und Zunge, mit denen man allerdings nur schwer zwischen Dsg1 und Dsg3 unterscheiden kann, zudem sind die Muster häufig durch unspezifische Reaktionen (z. B. durch Antikörper gegen Keratin) überlagert. Heute bilden zusammen mit den Gewebeschnitten spezifisch transfizierte Zellen ein aussagekräftiges Mosaik, das eine Prima-vista-Diagnose in einem einzigen Testansatz erlaubt.
Die Reagenzien sind gleichermaßen zur Primärdiagnostik, zur Beurteilung des Krankheitsverlaufs sowie zur Therapiekontrolle geeignet. Die ELISA weisen folgende Eigenschaften auf:
– CE-konforme Standardkurve dank 3 Kalibratoren
– Positiv- und Negativkontrolle im Testsatz enthalten
– Großer Messbereich (2-200 RU/ml)
– Kurze, einheitliche Inkubationszeiten (30 min/30 min/15 min)
– Austauschbare Reagenzien zu anderen EUROIMMUN-ELISA
– Attraktiver Preis
Parameter | Methode | Bestellnummer |
Anti-Epidermale Basalmembran | IIFT: Dermatologiemosaik 7 Substrate: – Ösophagus – Spalthaut – Dsg1-exprimierende Zellen – Dsg3-exprimierende Zellen – BP230-exprimierende Zellen (gC) – BP180 (EUROPLUS) Weitere Dermatologiemosaiken mit anderen Substratkombinationen stehen zur Verfügung | FA 1501-7 |
Anti-Desmosomen | ||
Anti-Desmoglein 1 (Dsg1) | ||
Anti-Desmoglein 3 (Dsg3) | ||
Anti-BP230 | ||
Anti-BP180 | ||
Anti-BP230-CF | ELISA | EA 1502-1 |
Anti-BP180-NC16A-4X | ELISA | EA 1502-2 |
Anti-Desmoglein 1 (Dsg1) | ELISA | EA 1495 |
Anti-Desmoglein 3 (Dsg3) | ELISA | EA 1496 |
Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis: Rekombinanter Immunfluoreszenztest zur Bestimmung von Antikörpern gegen Glutamatrezeptoren

Die Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis ist eine schwere enzephalopathische Autoimmunerkrankung, von der überwiegend junge Frauen mit Ovarial-Teratomen, aber auch Frauen ohne Tumor sowie Männer und Kinder betroffen sind. Erstmals 2007 beschrieben, handelt es ich um eine gegenwärtig noch weitgehend unterdiagnostizierte Krankheitsentität (J. Dalmau et al., 2008, Lancet Neurol 7(12): 1091-1098).
Die Diagnose der Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis basiert auf dem Nachweis hochspezifischer Autoantikörper im Serum oder Liquor, die gegen Glutamatrezeptoren vom Typ NMDA gerichtet sind. Mit Hilfe einer humanen Zelllinie, die das maßgebliche Zielantigen (Rezeptor-Untereinheit NR1) rekombinant exprimiert, werden diese Autoantikörper mit hoher Sensitivität und Spezifität in der indirekten Immunfluoreszenz nachgewiesen. Die Bestimmung von Antikörpern gegen Glutamatrezeptoren (Typ NMDA) besitzt einen hohen Stellenwert bei Patienten mit Enzephalitis ohne Erregernachweis sowie bei Verdacht auf limbische Enzephalitis. Das neue Zellsubstrat kann in BIOCHIP-Mosaiken kombiniert werden mit differentialdiagnostisch relevanten Gewebesubstraten (z. B. Hippocampus und Cerebellum), welche den Nachweis weiterer, mit limbischer Enzephalitis assoziierter Autoantikörper erlauben (z. B. anti-VGKC-Antikörper, anti-AMPA-Rezeptor-Antikörper).
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Umfassende EUROIMMUN-Testpalette zur FSME-Diagnostik – für Infektionsnachweis oder Impftiterbestimmung

Mit einer Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) muss auch außerhalb der vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiete jederzeit gerechnet werden. In einer aktuellen Veröffentlichung weist das RKI ausdrücklich darauf hin, dass während der Zeckensaison bei hohem Fieber und Kopfschmerzen immer auch an eine FSME gedacht werden sollte.
EUROIMMUN bietet Ihnen Testsysteme für eine zuverlässige Diagnostik der Anti-FSME-Antikörper im Serum. Eine intrathekale Synthese wird mühelos mit dem Anti-FSME-Viren-ELISA Liquor nachgewiesen. Darüber hinaus ist ein Aviditätstest verfügbar. Dieser kann bei geimpften Personen mit persistierendem Anti-FSME-IgM eine wertvolle Hilfe sein, um im Verdachtsfall eine frische Infektion auszuschließen.
Der zur FSME-Vakzinierung hauptsächlich verwendete Impfstoff Encepur® beruht auf Antigenen des Virusstammes K23. Zur Überprüfung des Impferfolges bietet Ihnen EUROIMMUN den gegenwärtig einzigen Anti-FSME-ELISA, der Antigene des Impfstammes K23 enthält und gleichzeitig eine Quantifizierung in sog. Vienna-Einheiten vornimmt, die eine orientierende Bewertung des Ergebnisses ermöglichen.
Testsystem | Ig-Klasse | Bestellnummer | Einsatzbereich |
Anti-FSME-Viren-ELISA | IgM, IgG | EI 2661 M/G | Verdacht auf akute Infektion |
Anti-FSME-Viren-IIFT | IgM, IgG | FI 2661 M/G | |
Anti-FSME-Viren-ELISA Liquor | IgM, IgG | EI 2661-L M/G | |
Anti-FSME-Viren-ELISA Avidität | IgG | EI 2661-1 G | |
Anti-FSME-Viren-ELISA „Vienna“ | IgG | EI 2661-9 G | Impftiterbestimmung |
Der EUROIMMUN-Anti-dsDNS-RIA komplettiert Ihre Testpalette für die SLE-Diagnostik
Bei der Untersuchung von Antikörpern gegen dsDNS ist es häufig notwendig, zum sicheren Nachweis mehrere unterschiedliche Methoden einzusetzen – insbesondere dann, wenn ein dringender Verdacht auf SLE besteht. Dazu bietet Ihnen EUROIMMUN jetzt außer dem bewährten Crithidia-luciliae-IIFT (CLIFT) oder dem Anti-dsDNS-NcX-ELISA auch einen Anti-dsDNS-Radioimmunassay (Farr-RIA) an, der von unseren Wissenschaftlern entwickelt wurde.
Als Goldstandard auf dem Gebiet der Radioimmunassays wird der Amerlex/Trinity-Farr-RIA angesehen. Zu diesem Test weist der EUROIMMUN-Anti-dsDNS-RIA eine hervorragende Korrelation auf (r = 0,97) – Tests von Mitbewerbern schneiden hier deutlich schlechter ab (r = 0,79).
Weitere Vorzüge des EUROIMMUN-Anti-dsDNS-RIA im Vergleich zu anderen Anbietern:
- Im Testsatz sind alle Kontrollen vorhanden – zusätzliche Bestellungen erübrigen sich.
- Das Probenvolumen beträgt nur 20 µl (20% weniger als bisher üblich) – optimal für geringe Serummengen.
- Nur 150 µl Tracer werden im Test eingesetzt (25% weniger als bisher üblich) – Sie müssen weniger radioaktiven Abfall entsorgen.
- Der Tracer ist mit einem pH-Indikator rot eingefärbt – bei der Zugabe von Ammoniumsulfat erfolgt ein Farbumschlag, die bereits pipettierten Röhrchen können leicht identifiziert werden.
- Das gefärbte Pellet sieht man auf den ersten Blick – zur Kontrolle nach dem Dekantieren/Absaugen des Überstandes.
- Die Referenzbereiche (Kalibrierung mit dem Referenzserum Wo/80 der WHO) sind identisch mit den anderen auf dem Markt erhältlichen Farr-RIA – der Test kann im Handumdrehen umgestellt werden.
- Die Verkaufspackung ist sehr klein – das spart Platz in Ihrem Kühlschrank.
- Der Test ist lange haltbar (3 Monate).
- Sämtliche Reagenzien erhalten Sie zu einem attraktiven Preis.
Machen Sie sich doch selbst ein Bild von unserem neuen Anti-dsDNS-RIA!
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Innovationen für den Kinderarzt

1. Sichere Diagnostik der Zöliakie
2. Erfolgskontrolle der Mumps-Impfung
3. Unterscheidung frischer von vergangenen Masern-Infektionen
Beim diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) vom 11. bis 14. September in München möchten wir Ihnen drei Neuentwicklungen vorstellen: Zu den Themen „Zöliakie-Diagnostik“ und „Kontrolle der Anti-Mumps-Titer“ werden wir zwei wissenschaftliche Poster ausstellen. Zusätzlich präsentieren wir an unserem Informationsstand einen innovativen Ansatz zum serologischen Nachweis frischer Masernvirus-Infektionen und darüber hinaus unsere breite Palette serologischer diagnostischer Verfahren für Autoimmun-Diagnostik, Infektionsserologie und Allergologie.
Bislang wurden für die serologische Diagnostik der Zöliakie unter anderem Antikörper gegen das natürliche Voll-Längen-Gliadin bestimmt. Relevant für einen spezifischen Nachweis der Erkrankung sind aber nur die Zöliakie-spezifischen Bereiche des Gliadins, sie machen nicht mehr als 2% der Gesamtgröße aus. Die restlichen 98% des Gliadinmoleküls stellen immunologischen Ballast dar, der überwiegend nur ein Ziel für unspezifische Reaktionen abgibt, auf diesen Anteil wird bei modernen Reagenzien verzichtet. Eine Studie in Zusammenarbeit mit international renommierten Zöliakie-Experten belegt die hohe Sensitivität und Spezifität dieser Tests. Auch die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft rät auf ihrer
Internetseite von der Verwendung konventioneller Anti-Gliadin-Tests ab und empfiehlt stattdessen Testsysteme mit den neuen spezifischen Gliadin-Peptiden, wie z. B. den EUROIMMUN-Anti-Gliadin (GAF-3X)-ELISA. Stellen Sie darum sicher, dass Ihre Proben nach dem neuesten Stand der Technik untersucht werden.
Zwei Monate nach Mumps-Impfungen findet man im Allgemeinen noch keine spezifischen Antikörper im Serum. Daraus wird oft gefolgert, dass die Mumps-Komponente einer Mehrfachimpfung versagt hat. In einer Studie mit Bochumer Kinder- und Laborärzten konnten wir zeigen, dass serologische Untersuchungen erst nach 120 Tagen sinnvoll sind, da vorher keine signifikante Antikörperreaktion zu beobachten ist. Um zuverlässige Resultate zu erhalten, verwendet man dafür Tests, die den Impf-Stamm „Jeryl Lynn“ enthalten, ggf. in Kombination mit dem Wildtyp-Stamm „ATCC VR106“ – wie z. B. den EUROIMMUN-Mumps-Pool-ELISA.
Seit Jahresbeginn wurden in Mitteleuropa mehrere Masern-Epidemien beobachtet – in einem Fall in Deutschland mit über
800 Erkrankungen. Die zunehmende Masern-Prävalenz resultiert unter anderem daraus, dass sich immer weniger Personen, z. T. aus übertriebener Angst vor Impfschäden, immunisieren lassen. Der EUROIMMUN-Anti-Masern-Aviditäts-ELISA hilft im Falle positiver Anti-Masern-IgG-Befunde, zwischen frischen und abgelaufenen Infektionen zu unterscheiden. Aviditätstests machen sich zu Nutze, dass im Laufe einer Infektion die Bindungsstärke der IgG-Antikörper (= Avidität) stetig zunimmt, da diese vom Immunsystem immer besser ihren korrespondierenden Antigenen angepasst werden (frische Infektion: niedrige Antikörper-Avidität, abgelaufene Infektion: hohe Antikörper-Avidität).
SLE-Diagnostik mit dem Anti-dsDNS-NcX-ELISA: Höchste Spezifität, sensitiver als der Farr-Test

Stellungnahme zum INSTAND-Ringversuch RV251 Autoimmunerkrankungen I, März 2008: „Anti-ds-DNA“: Probe 22 nicht „negativ“!
Antikörper gegen Doppelstrang-DNS (dsDNS) stehen im Mittelpunkt der serologischen Diagnose des systemischen Lupus erythematodes (SLE), man findet sie bei 60% bis 90% der Patienten, je nach Aktivität der Erkrankung. Antikörper gegen Nukleosomen stellen ebenfalls exklusive Marker des SLE dar – vorausgesetzt, sie werden mit einem perfekten Testsystem untersucht, dessen Zielantigen frei von Histon H1, Scl-70 und anderen Nicht-Histon-Proteinen sein muss.
Unter Anwendung eines innovativen biochemischen Ansatzes haben Forscher der EUROIMMUN AG ein neues Testsystem geschaffen, das die diagnostischen Qualitätskriterien aller konventionellen Anti-dsDNS-ELISA weit übertrifft (Anti-dsDNS-NcX-ELISA). Das Geheimnis der Innovation besteht in der Verwendung hochgereinigter Nukleosomen als neuer Linkersubstanz. Da Nukleosomen ein hohes Adhäsionsvermögen besitzen, eignen sie sich bereits in niedrigster Konzentration dazu, isolierte dsDNS an die Oberfläche der Mikrotitergefäße zu koppeln. Poly-L-Lysin und Protaminsulfat haben ausgedient, viele falsch positive Reaktionen werden vermieden, die Spezifität des ELISA erreicht Werte wie der indirekte Immunfluoreszenztest mit Crithidia luciliae! In einer klinischen Vergleichsstudie an 378 Patienten mit rheumatologischen Erkrankungen (davon 209 mit SLE) zeigte der Anti-dsDNS-NcX-ELISA eindeutig seine Überlegenheit gegenüber dem Anti-dsDNS-RIA (Farr-Test), mit einer um 8% höheren Sensitivität.
Der Anti-dsDNS-NcX-ELISA wird manuell oder vollautomatisch (EUROIMMUN Analyzer I) abgearbeitet. Farr-Test und indirekte Immunfluoreszenz (Substrat Crithidia luciliae) behalten als weitere kompetente Testsysteme ihre Bedeutung bei der Klärung diskrepanter serologischer und klinischer Befunde.
Infektionen in der Schwangerschaft: Neue Entscheidungshilfen aus dem serologischen Labor

Der Nachweis Erreger-spezifischer IgM-Antikörper im Patientenserum gilt allgemein als Bestätigung für das Vorliegen einer frischen Infektion. Allerdings sind IgM-Antikörper im Laufe einer Infektionskrankheit nur vorübergehend nachweisbar und man erfasst mit ihnen nur einen Teil der frischen Infektionen. Und in anderen Fällen persisiert das IgM über Monate oder Jahre nach überstandener Erkrankung. Ein modernes medizinisch-diagnostisches Laboratorium ist heute in der Lage, auch dann eine aktuelle Infektion serologisch zu erkennen, wenn das IgM nicht weiterhilft – durch die Bestimmung der Avidität des spezifischen IgG: Einem bisher unbekannten Infektionserreger setzt der Organismus zunächst nur Antikörper mit einer schwachen Affinität entgegen. Im Krankheitsverlauf bilden sich dem Erreger immer exakter angepasste B-Lymphozyten, dementsprechend nimmt die anfangs niedrige Avidität des spezifischen IgG um mehrere Potenzen zu. Lassen sich zum Zeitpunkt der Untersuchung also bereits hoch-avide IgG-Antikörper nachweisen, kann man davon ausgehen, dass die Ansteckung länger zurückliegt. Der Befund eines niedrig-aviden IgG hingegen belegt das Vorliegen einer frischen Infektion.
EUROLineScan zur automatischen Auswertung Blot-basierter Tests

- EUROBlotCamera EUROBlotScanner
- Automatische Auswertung membranbasierter Testsysteme
- Für alle EUROIMMUN-Blotsysteme: EUROLINE, EUROLINE-WB, Westernblot.
- Für alle Sparten: Autoimmun-Diagnostik, Infektions-Serologie und Allergologie.
- EUROBlotCamera: Digitalisierung der Streifen noch in der Inkubationswanne.
- EUROBlotScanner: Digitalisierung der Streifen durch Flachbettscanner.
- Vollautomatische Identifizierung, Quantifizierung und Registrierung der Banden.
- Möglichkeiten der Befundergänzung durch das Fachpersonal (obligatorische Protokollierung der Modifikationen).
- Kompletter Befund innerhalb weniger Minuten nach Ende der Inkubation.
- Vollautomatische Verwaltung und Dokumentation der vielen Einzeldaten.
- Elektronische Archivierung aller Bilder und Daten (erübrigt das Aufheben der potentiell infektiösen Blotstreifen).
EUROBlotMaster zur automatischen Inkubation

- Standardisierung von Immunblotstreifen – bessere Präzision und Reproduzierbarkeit
- Automatisierung aller EUROIMMUN Immunblotstreifen (EUROLINE, EUROLINE-WB, Westernblot)
- Über 65 validierte Parameter verfügbar (16 Autoantikörper-, 28 Infektions- und 21 Allergieparameter)
- Bis zu 30 Streifen pro Testlauf
- Leichte Bedienbarkeit
- Kombinationsmöglichkeit verschiedener Konjugate/Teste in einem Lauf
- „Walk-Away“-Funktion – nach dem Beladen arbeitet das Gerät
vollautomatisch - Kombinationsmöglichkeit mit modernen Auswertesystemen (EUROBlotCamera, EUROLineScan)
Anti-Gliadin (GAF-3X)-ELISA – ein neuer Meilenstein in der serologischen Diagnostik der Zöliakie
Kürzlich ist es gelungen, Bereiche des Gliadins zu identifizieren, gegen die nur von Zöliakie-Patienten, nicht aber von gesunden Menschen Antikörper gebildet werden. Mit Hilfe molekularbiologischer Methoden wurden diese Bereiche fusioniert (Institut für experimentelle Immunologie, Lübeck) und bilden als rekombinantes „Gliadin-analoges Fusionspeptid“ (GAF) die Grundlage des innovativen Anti-Gliadin (GAF-3X)-ELISA.
| ELISA | Sensitivität | Spezifität | Sensitivität bei 95% Spezifität |
IgA | Anti-Gliadin (nativ) | 69% | 86% | 62% |
Anti-Gliadin (GAF-3X) | 83% | 96% | 85% | |
Anti-Gewebs-transglutaminase | 97% | 98% | 96% | |
IgG | Anti-Gliadin (nativ) | 91% | 87% | 33% |
Anti-Gliadin (GAF-3X) | 85% | 98% | 94% | |
Anti-Gewebs-transglutaminase | 32% | 100% | 64% |
In einer Multicenter-Studie wurde dieser hoch-spezifische Test evaluiert – in Kooperation mit namhaften Experten im In- und Ausland. Insgesamt wurden dabei mehr als 900 Seren untersucht: Patienten mit bioptisch gesicherter Zöliakie (n = 139), Patienten ohne Zöliakie (bioptisch gesichert; n = 145) und Patienten mit rheumatischen Erkrankungen (n = 626). In diesem Patientenkollektiv weist der neue Anti-Gliadin (GAF-3X)-ELISA eine deutlich höhere Sensitivität auf als herkömmliche Anti-Gliadin-ELISA (berechnet für eine Spezifität von 95%).
Für die optimale Zöliakie-Diagnostik sollten Sie in Verdachtsfällen parallel Antikörper gegen Gewebs-transglutaminase (IgA) und gegen Gliadin (GAF-3X) (IgG) untersuchen – dies bietet Ihnen drei wesentliche Vorteile:
- positive Anti-Gewebstransglutaminase-IgA-Befunde werden mit einem weiteren hochspezifischen Testsystem bestätigt
- die serologische Trefferquote wird erhöht, da einige Patienten keine Antikörper gegen tTG aufweisen
- Zöliakie-spezifische Antikörper der Klasse IgG werden mit dem Anti-Gliadin (GAF-3X)-ELISA zuverlässiger erfasst als mit dem Anti-Gewebstransglutaminase-ELISA (Sensitivität: Anti-Gliadin (GAF-3X)-ELISA (IgG): 85%, Anti-Gewebstransglutaminase-ELISA (IgG): 32%).
Die Bestimmung von Antikörpern mit herkömmlichen Anti-Gliadin-Tests hingegen entspricht nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik.
Neuer Standard in der Diagnostik der Wegener’schen Granulomatose: Der Anti-PR3-hn-hr-ELISA von EUROIMMUN
Vor vier Jahren hat EUROIMMUN mit dem Anti-PR3-Capture-ELISA das bisher kompetenteste Testsystem für die serologische Diagnostik der Wegener’schen Granulomatose auf den Markt gebracht. Einer Forschergruppe des Instituts für experimentelle Immunologie (eine Einrichtung der EUROIMMUN AG) ist es inzwischen gelungen, PR3 in einer humanen Zell-Linie im Produktionsmaßstab rekombinant zu synthetisieren, in der es speziesgetreu und posttranslational authentisch modifiziert wird, im Gegensatz zu den üblicherweise verwendeten heterologen Expressionssystemen, wie Insektenzellen oder E. coli. Bei dem rekombinanten PR3 ist das proteolytisch aktive Zentrum durch Austausch einer Aminosäure künstlich ausgeschaltet, dadurch wird das Protein stabiler, ohne Antigenkompetenz zu verlieren, und lässt sich in größeren Mengen darstellen.
EUROIMMUN hat darauf aufbauend ein neues Testsystem zum Nachweis der Antikörper gegen PR3 geschaffen, den Anti-PR3-hn-hr-ELISA. Es enthält als Testsubstrat ein Gemisch aus humaner nativer (hn) und human exprimierter rekombinanter (hr) Proteinase 3 und verfügt dadurch über ein an Vollständigkeit nicht zu überbietendes Antigenspektrum. In einer gemeinsamen Studie mit dem ANCA-Referenz-Zentrum der Universität Maastricht (Prof. Cohen-Tervaert) hat sich die Kombination als ideales Antigensubstrat für die Diagnostik der Antikörper gegen PR3 erwiesen - sogar der bewährte Capture-ELISA wurde deutlich übertroffen: In Bezug auf die indirekte Immunfluoreszenz zeigten nun 94% der cANCA-reaktiven Seren eine positive Reaktion (konventioneller Anti-PR3-ELISA: 78%, Anti-PR3-Capture-ELISA: 88%).
Siehe auch:
Damoiseaux et al., Ann Rheum Dis 2008
EUROIMMUN Analyzer I und Analyzer I-2P: breites Parameterspektrum, bewährte Zuverlässigkeit, variable Durchsätze
- Einer für alle: vollautomatische Abarbeitung sämtlicher EUROIMMUN-ELISA – Autoimmun-, Infektions- und Allergiediagnostik – mit nur einem Gerät.
- Flexibilität für Sie: ein offenes System mit über 800 validierten EUROIMMUN-Parametern für Serum, Plasma und Liquor, über 50 bzw. 30 Parameter parallel.
- Komfortable, schnelle und sichere Bedienung: z. B. durch Einlesen der QK-Zertifikate per 2D-Hand-Barcodescanner. Gebrauchsfertige Reagenzien und vorprogrammierte Assay-Protokolle lassen Sie unverzüglich starten.
- Kapazität und Durchsatz: schnelles Laden und effizientes Zeitmanagement ermöglichen bis zu 50 bzw. 70 Tests pro Stunde – bis zu 7 bzw. 3 Platten, 180 bzw. 144 Proben zu Beginn des Laufs.
- Sicherheit für Patienten: validierte Testsysteme und das umfassende Sicherheitspaket bilden die Basis einer zuverlässigen Diagnostik.
- Zuverlässigkeit und Service: Geräte und Reagenzien aus einer Hand, schnelle und gezielte Unterstützung durch unsere Mitarbeiter für reibungslose Abläufe in Ihrem Labor.
Produktbeschreibung Analyzer I
Produktbeschreibung Analyzer I-2P
Kompetente Autoimmundiagnostik aus einer Hand: Radioimmunoassays von EUROIMMUN

Zur Komplettierung des diagnostischen Spektrums hat EUROIMMUN die Produktpalette auf dem Gebiet der nuklearmedizinischen Diagnostik um leistungsstarke Radioimmunoassays für folgende Indikationsgebiete erweitert:
- Schilddrüsenerkrankungen: Autoantikörper gegen Thyreoperoxidase (TPO), Thyreoglobulin (TG), TSH-Rezeptor (TRAk); Antigen: Thyreoglobulin (TG); Hormonbestimmungen: freies Trijodthyronin (FT3), freies Thyroxin (FT4), Thyreotropin (TSH), Calcitonin
- Diabetes mellitus: Autoantikörper gegen Glutamat-Decarboxylase (GAD), Tyrosin-Phosphatase (IA2), Insulin (IAA)
- Myasthenie-Syndrome: Autoantikörper gegen Acetylcholinrezeptoren (ACHR), P/Q-Calciumkanäle (VGCC)
- Lupus erythematodes disseminatus: Autoantikörper gegen Doppelstrang-DNS (dsDNS).
MEDICA 2011: Neue EUROIMMUN-Testsysteme und Automatisierungskonzepte für das serologische Labor

die Firma EUROIMMUN hat Ihnen auf der MEDICA 2011 wieder einige interessante Neuentwicklungen präsentiert, auf den Gebieten Autoimmun-Diagnostik, Infektions-Serologie und Allergologie – zum Beispiel mit folgender Thematik:
– Neurologie: Neue Parameter für die Diagnostik der Autoimmun-Encephalitis – Zielantigene: VGKC (LGI1 + CASPR2), NMDA-Rezeptoren, AMPA-Rezeptoren, GABAB-Rezeptoren.
– Dermatologie: Ein weltweit einzigartiges Spektrum an Nachweisverfahren für Autoantikörper bei bullösen Autoimmundermatosen, wie z. B. Anti-Desmoglein-1/-3, Anti-Envoplakin oder Anti-Kollagen VII NC1.
– Zöliakie: Umfassende Reagenzien-Palette entsprechend den aktualisierten ESPGHAN-Kriterien (Husby et al., JPGN, 2011) für die Untersuchung der Autoantikörper gegen desamidierte Gliadinpeptide (GAF-3X) und Endomysium (EmA) bzw. Gewebstransglutaminase (tTG) sowie die Identifizierung der Risikoallele HLA-DQ2/DQ8 (Microarray).
– Nephrologie: Exklusives Testsystem auf der Basis rekombinant transfizierter Zell-Linien (RC-IFT) zur Bestimmung der Autoantikörper gegen Phospholipase-A2-Rezeptor (Anti-PLA2R) – ein hochspezifischer serologischer Marker für die primäre membranöse Glomerulonephritis.
– Automatisierte Immunfluoreszenz: Die modular aufgebauten Automaten EUROLabLiquidHandler und EUROTide (Probenvorbereitung und Inkubation).
– Computer-Aided Immunofluorescence Microscopy (CAIFM): Das System EUROPattern (automatisches LED-Mikroskop und Mustererkennungs-Software für die Auswertung Ihrer ANA-Objektträger).
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MEDICA in Düsseldorf, 17.-20. November 2010: Innovationen für das serologische Labor

Die Firma EUROIMMUN wird Ihnen auf der MEDICA 2010 wieder
eine Fülle interessanter Neuentwicklungen präsentieren, auf den Gebieten Autoimmun-Diagnostik, Infektions-Serologie und Allergologie. Sie finden uns in Halle 1 (Stand A 8). Machen Sie sich ein Bild davon, welche innovativen Komplettlösungen unsere Wissenschaftler im vergangenen Jahr für Sie geschaffen haben – wie zum Beispiel:
- Zöliakie: Komplette Reagenzien-Palette zum Nachweis der Autoantikörper gegen deamidierte Gliadinpeptide (GAF-3X) und Endomysium bzw. Gewebstransglutaminase (tTG) sowie einen Microarray zur Identifizierung der Risikoallele HLA-DQ2/DQ8 (in Entwicklung).
- Neurologie: Vollständiges Arsenal für den Nachweis paraneoplastischer Autoantikörper – Zielantigene: Hu, Ri, Yo, Tr, MAG, Myelin, Ma/Ta, GAD, Amphiphysin, CV2, Ganglioside, VGKC (LGI1 + CASPR2), VGCC, Aquaporin-4, Glycinrezeptoren, NMDA-Rezeptoren, AMPA-Rezeptoren, GABAB-Rezeptoren.
- Dermatologie: Umfassende Testsysteme für die Untersuchung der wichtigsten Antikörper bei bullösen Autoimmun-Dermatosen – gegen Desmoglein-1, Desmoglein-3, BP180, BP230, Envoplakin und Kollagen Typ VII.
- Borreliose: Testbestecke für Suchteste (ELISA, IIFT) und Bestätigungsteste (EUROLINE-WB, EUROLINE-RN-AT) – mit allen relevanten Borrelienantigenen (z. B. OspC und VlsE der drei wichtigsten Genospezies) sowie neuen, in unseren Forschungslaboren entwickelten Lipid- und Designer-Antigenen.
- Emerging Diseases: Unsere Reagenzien erfassen zuverlässig Infektionen mit exotischen Erregern – z. B. Krim-Kongo-Fieber-Virus, Sandfliegen-Fieber-Virus, Chikungunya-Virus, Gelbfieber-Virus, West-Nil-Virus, Dengue-Virus, Hantavirus, Rift-Tal-Fieber-Virus, Japanische-Enzephalitis-Virus, Leishmanien oder Plasmodien (Malaria).
- Allergie: Der EUROASSAY Allergie ermöglicht eine individuelle Analyse von bis zu 29 Allergenen in bis zu zehn Einzelansätzen. Erfassung, Auswertung und Archivierung der Resultate erfolgt vollautomatisch mit EUROLineScan.
- Auswertung IIFT-Muster: Das System EUROPattern für die Auswertung Ihrer ANA-Objektträger – automatisches LED-Mikroskop (computergesteuerter Kreuztisch mit Autofocus-Funktion und Objektträger-Magazin zur vollautomatischen Bildaufnahme) und IIFT-Mustererkennungs-Software.
Zusammen mit der Firma Carl Zeiss veranstalten wir wieder einen Kurs zum Thema „Autoantikörper-Diagnostik durch indirekte Immunfluoreszenz im Vergleich zu Enzymimmuntests und RIA“ (MEDICA-Kongress-Nr. 331), der dieses Jahr erneut am MEDICA-Freitag (19.11.2010) stattfindet. Der Kurs beginnt 13.30 (!) Uhr und endet 18.00 Uhr. Ort: CCD Süd, 2. OG, Raum 28. Er ist von der Nordrheinischen Akademie für ärztl. Fort- und Weiterbildung mit 4 CME-Punkten zertifiziert. Interessenten können sich online anmelden (www.medica.de).
Wir freuen uns, Sie in Düsseldorf wiederzusehen!
EUROIMMUN auf der MEDICA in Düsseldorf, 18. - 21. November 2009: Innovationen für das serologische Labor
Die Firma EUROIMMUN wird Ihnen auf der MEDICA 2009 wieder eine Fülle interessanter Neuentwicklungen präsentieren, auf den Gebieten Autoimmun-Diagnostik, Infektions-Serologie und Allergologie. Sie finden uns in Halle 1 (Stand A 8). Machen Sie sich ein Bild davon, welche innovativen Diagnostika wir für den Bereich Serologie geschaffen haben:
Neue Testsysteme (ausgewählte Beispiele)
– Reagenzien zum Nachweis der Autoantikörper bei bullösen Dermatosen (Anti-BP180, Anti-BP230, Anti-Desmoglein-1, Anti-Desmoglein-3 und andere).
– Untersuchung der Autoantikörper gegen Glutamatrezeptoren mittels IIFT, z. B. Anti-NMDA-Rezeptoren.
– Plattform zur Microarray-Diagnostik (EUROArray), z. B. Untersuchung der HLA-B27-Allele zum Nachweis der ankylosierenden Spondylarthritis (BioChancePLUS-Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung).
– Demnächst verfügbar: Auf höchste Kundenfreundlichkeit getrimmte Testsysteme für die Liquor-Diagnostik (z. B. Liquor-Serum-Kontrollpaar in jedem Testsatz enthalten, entsprechend RiliBÄK-Empfehlung für Qualitätssicherung in der Liquor-Diagnostik, Speicherung der Kalibrationskurve möglich – für kostengünstiges komfortables Arbeiten).
Automatisierungslösungen
– Die Laborsoftware „EUROLabOffice“ für die Perfektionierung Ihres Antikörper-Labors (z. B. Eingabe von Immunfluoreszenz-Befunden direkt am Mikroskop, Unterzeichnung der Befunde online von jedem Ort der Welt aus).
– Das automatische LED-Mikroskop „EUROScope“ (computergesteuerter Kreuztisch mit Autofocus-Funktion und Objektträger-Magazin zur vollautomatischen Bildaufnahme) und die IIFT-Mustererkennungs-Software EUROPattern für die Auswertung Ihrer ANA-Objektträger.
– Die ELISA-Automaten EUROIMMUN Analyzer I und EUROIMMUN Analyzer I-2P.
– Der kostengünstige EUROBlotMaster für die Inkubation Ihrer Immunblots sowie das System EUROLineScan für die automatische Auswertung und Archivierung – entweder mittels Kamerasystem (EUROBlotCamera) oder mittels Flachbettscanner (EUROBlotScanner).
Zusammen mit der Firma Carl Zeiss veranstalten wir wieder einen Kurs zum Thema „Autoantikörper-Diagnostik mittels IIFT, Enzymimmuntests und RIA“ (MEDICA-Kongress-Nr. 338), der dieses Jahr bereits am MEDICA-Freitag (20.11.2009) stattfindet. Der Kurs beginnt 13.30 (!) Uhr und endet 18.00 Uhr. Ort: CCD Süd, 2. OG, Raum 28. Er ist von der Nordrheinischen Akademie für ärztl. Fort- und Weiterbildung mit 4 CME-Punkten zertifiziert. Interessenten können sich online anmelden (www.medica.de).
Aktuelle Produktbeispiele auf einen Blick
Autoimmunhepatitis-Diagnostik mit der Zell-Linie VSM47: Eine neue Möglichkeit zur sicheren Bestimmung von Anti-F-Actin-Antikörpern

Bei der Autoimmunhepatitis (AIH) handelt es sich um eine immunvermittelte chronische Entzündung der Leber. Zur Absicherung der Diagnose und zum Ausschluss einer kombinierten Lebererkrankung (Overlap-Syndrom) ist eine Abgrenzung der AIH gegenüber einer Alkohol- oder Medikamenten-induzierten Zirrhose und anderen chronischen Entzündungen der Leber unumgänglich.
Die Bestimmung von Antikörpern gegen F-Actin ist von besonderer Bedeutung für die Diagnose der Autoimmunhepatitis. Im Gegensatz zu anderen ASMA sind Antikörper gegen F-Actin ein sehr spezifischer Marker für eine AIH Typ I. Sie können weder durch ELISA noch durch Westernblot bestimmt werden, da sie gegen Konformationsepitope gerichtet sind, die nur in Gefrierschnitten erhalten bleiben. Da keine geeigneten monospezifischen Tests zur Verfügung stehen, ist die eindeutige Bestimmung in der IIFT hier so wichtig.
Aus diesem Grunde hat EUROIMMUN die Zell-Linie VSM47 (vascular smooth muscle) entwickelt. Mit dieser neuen Zell-Linie lassen sich mikrofilamentöse (MF) Fluoreszenzmuster einfach und eindeutig von Non-MF-Mustern unterscheiden. Die Verwendung der Zell-Linie VSM47 erleichtert und sichert so die Diagnose und stellt damit einen neuen Standard in der Diagnostik der AIH dar.
Siehe auch:
Villalta et al., Autoimmunity 2008
Evaluiert von internationalen Experten: EUROIMMUN-Testsysteme für die Rheuma-Serologie

Mehrere Arbeitsgruppen bei EUROIMMUN arbeiten mit großem Eifer an der Entwicklung modernster Reagenzien. Besonders am Herzen liegt uns die Diagnostik rheumatischer Erkrankungen. Einige unserer Testsysteme für die Rheuma-Serologie möchten wir im Folgenden kurz vorstellen:
Als Pionier bei der weltweiten Einführung der Anti-CCP-Diagnostik gehört EUROIMMUN zu den wenigen Unternehmen, die einen Anti-CCP-ELISA entsprechend dem Original-Patent von Walter van Venrooij et al. anbieten dürfen. Hinsichtlich der Krankheits-Spezifität wird das EUROIMMUN-Testsystem von keinem anderen der angepriesenen Tests übertroffen (
N. Bizzaro et al., 2006, 5th International Congress on Autoimmunity, Sorrent, Italien): Manche Hersteller setzen suboptimale Antigene ein, um das Patent zu umgehen. Der Anti-CCP-ELISA nimmt dagegen einen Spitzenplatz in der Diagnostik der Rheumatoiden Arthritis ein.
Ein neuer Meilenstein in der serologischen Diagnostik des Systemischen Lupus erythematodes (SLE) ist der Anti-dsDNS-NcX-ELISA. Die DNS wird jetzt über hoch gereinigte, hauchdünn aufgetragene Nukleosomen als Linkersubstanz an die Oberfläche gekoppelt, nicht mehr über Polylysin oder Protaminsulfat, die manchmal Ziele unspezifischer Reaktionen darstellen. Aufgrund der neuen Beschichtungstechnik ist der Anti-dsDNS-NcX-ELISA deutlich sensitiver als herkömmliche Anti-dsDNS-Tests: In einem großen SLE-Kollektiv (
R. Biesen et al., 2008, Lupus 17(5): 506-507) wurde für ihn bei einer Spezifität von 98% eine Sensitivität von 60,8% ermittelt (Anti-dsDNS-RIA nach Farr: 53,1%, konventioneller Anti-dsDNS-ELISA: 35,4%, C. luciliae IIFT: 27,4%).
Unter der Bezeichnung „EUROLINE“ bietet EUROIMMUN eine Anzahl verschiedener Linienblot-Systeme an, die besonders bei der Bestimmung von Antikörperprofilen großen Nutzen bringen – in Autoimmundiagnostik, Infektions-Serologie und Allergie. EUROIMMUN-Forscher haben unter Einsatz solcher EUROLINE-Profile die Krankheits-Spezifität der Antikörper gegen Ro-52 überprüft: In Kooperation mit der Charité, Berlin, und dem You-An-Hospital, Peking, konnte bestätigt werden, dass Antikörper gegen Ro-52 keine feste Krankheits-Assoziation besitzen, sondern bei einer Vielzahl verschiedener Autoimmun- und sogar Infektionserkrankungen vorkommen (
Meyer et al., 2008, Annals of the Rheumatic Diseases 67 (Suppl. II): 146). Setzen Sie daher für die Diagnostik des Sjögren-Syndroms und des SLE zum Nachweis von Anti-SS-A keine Testsysteme ein, die ein Gemisch von SS-A (60 kDa) und Ro-52 verwenden – hier sind unspezifische Reaktionen vorprogrammiert!
Höchste Sicherheit in der Schwangerenbetreuung: Nachweis von IgM-Antikörpern gegen Varizella-Zoster-Virus mit hochgereinigten Virusproteinen anstelle von Zell-Lysaten
Ein Kennzeichen des Varizella-Zoster-Virus (VZV) ist seine besonders hohe Kontagiosität. Im Rahmen einer primären VZV-Infektion während der Schwangerschaft stellen dabei das kongenitale Varizellensyndrom sowie die neonatale Varizelleninfektion seltene, jedoch äußerst schwerwiegende Komplikationen dar. Bei mütterlichem Varizellenkontakt ist es daher in besonderem Maße erforderlich, einen eindeutigen serologischen Befund zu erheben. Herkömmliche ELISA-Systeme zum Antikörpernachweis gegen das Varizella-Zoster-Virus setzen als Zielstruktur Lysate von VZV-infizierten Zellen ein. Zwangsläufig werden mit solchen Reagenzien auch Reaktionen gegen nicht virale Antigene erfasst, die zu unspezifischen, bzw. nicht eindeutig interpretierbaren Ergebnissen führen.
Wissenschaftler der EUROIMMUN haben nun ein ELISA-Testsystem zum Nachweis von VZV-Antikörpern der Klasse IgM entwickelt, das als Testsubstrat die viralen Hauptzielantigene in Form hochgereinigter Glyko-proteine verwendet. Bei gleichbleibender Sensitivität werden falsch-positive Ergebnisse dadurch auf ein Minimum reduziert. In einer klinischen Studie stellte der neue Anti-VZV-Glykoprotein-ELISA (Bestell-Nr.: EI 2650-9601-2 M) seine unübertroffene Spezifität gerade im Kollektiv der schwangeren Frauen unter Beweis.
Die Durchführungszeit des neuen Anti-VZV-ELISA beträgt nur 75 Minuten, was der kurzen Inkubationszeit aller EUROIMMUN-ELISA für die Infektions-Serologie entspricht. Bei einem umfangreichen Probenaufkommen empfehlen wir Ihnen, den ELISA-Automaten „EUROIMMUN Analyzer I“ einzusetzen, mit dem die gesamte EUROIMMUN-Produktpalette für die Bereiche Infektions-Serologie, Autoimmundiagnostik und Allergie mühelos abgearbeitet werden kann.
EUROIMMUN - Die Allergie-Experten

vom 14.11. bis 15.11.2008 fand das 29. Mönchengladbacher Allergie-Seminar (MAS) in Kooperation mit dem Berufsverband der Pneumologen Nordrhein Westfalen statt. Sie finden uns dort am Stand Nummer 16. Weitere Informationen zu diesem Kongress erhalten Sie auf der Internetseite http://www.allergieseminar.de.
In diesem Jahr stellte EUROIMMUN als Neuheit den Marker zur Bestimmung spezifischer IgE-Antikörper gegen Kreuzreagierende Kohlenhydratepitope (CCD) vor. Diese Zusatzinformation gibt einen Hinweis auf die klinische Relevanz der allergenspezifischen IgE-Ergebnisse und dient als Interpretationshilfe. Ab Herbst 2008 zusätzlich auf allen EUROLINE Allergie-Profilen!
Der EUROLINE ist ein Multiparameter-Test auf Membranbasis für den semiquantitativen Nachweis von bis zu 36 verschiedenen Allergenen mit einer Inkubation. Er bietet Ihnen eine Auswahl verschiedener Allergen-Profile für die effiziente Allergiediagnostik. Zur vollautomatischen Auswertung des EUROLINE haben wir für Sie das Programm EUROLineScan entwickelt: Ein Flachbettscanner (EUROBlotScanner) oder unser Kamerasystem EUROBlotCamera erfasst die inkubierten Blotstreifen, EUROLineScan misst die Bandenintensitäten, verwaltet die Befunde und archiviert sie. In Verbindung mit dem EUROBlotMaster als kostengünstiges Gerät für die automatische Inkubation bieten wir Ihnen ein Gerätesystem, das sich individuell an Ihre Laborbedürfnisse anpasst und neben den Allergie-EUROLINE auch mit allen EUROIMMUN Blot-Produkten der Sparten Autoantikörper- und Infektions-Serologie kombinierbar ist.
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Das EUROIMMUN Allercoat™System beruht auf der ELISA-Technik und dient der quantitativen Bestimmung von Antikörpern gegen Einzelallergene. Die Palette umfasst über 600 verschiedene Allergene und Allergengemische. Gerne liefern wir nach Ihren Wünschen vorbestückte Mikrotiterplatten – Ihre Bestellung erfolgt dabei online oder per Telefax über die von uns bereitgestellte EUROIMMUN Allercoat-Software, die ebenfalls zur Probenverwaltung und automatisierten Auswertung verwendet werden kann. Zur vollautomatischen Untersuchung der Proben steht Ihnen der ELISA-Vollautomat EUROIMMUN Analyzer I zur Verfügung, mit dem Sie nicht nur sämtliche Allergie-Parameter, sondern auch die ganze EUROIMMUN-Testpalette für die Autoantikörper- und Infektions-Serologie abarbeiten können.
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EUROIMMUN auf der MEDICA in Düsseldorf, 19. - 22. November 2008
Die Firma EUROIMMUN wird auf der MEDICA 2008 wieder eine Fülle interessanter Neuentwicklungen präsentieren, auf den Gebieten Autoimmun-Diagnostik, Infektions-Serologie und Allergologie. Sie finden uns in Halle 1 (Stand A 8).
Das Thema „Laborautomatisierung“ rückt immer mehr in den Vordergrund. Für den Teilbereich „Serologie“ haben wir einige bemerkenswerte Lösungen geschaffen:
- Die Laborsoftware „EUROLabOffice“ dient der Perfektionierung Ihres Antikörper-Labors. Immunfluoreszenz-Befunde werden z. B. direkt am Mikroskop in die EDV eingegeben. Zur Reduktion der Verwechslungsgefahr wird dabei die genaue Position des gerade beurteilten Reaktionsfeldes registriert, und das Programm ordnet die eingetragenen Resultate exakt dem richtigen Patienten zu. Fertige Befunde können Sie online von jedem Ort der Welt aus (z. B. Bahamas) unterzeichnen, bei Unklarheiten zaubert Ihnen ein Mausklick die hinterlegten IIFT-Muster auf den Bildschirm. Wir helfen Ihnen dabei, EUROLabOffice an Ihre eigene EDV anzuschließen.
- Mit dem Mikroskop EUROStar II und der IIFT-Mustererkennungs-Software EUROPattern werden Ihre ANA-Objektträger automatisch ausgewertet. Und für Ihre ANCA-Diagnostik haben wir einen tollen BIOCHIP mit HEp-2-Zellen entwickelt, die mit Granulocyten beschichtet sind, zur Abgrenzung pANCA-positiver von ANA-positiven Reaktionen.
- Der bewährte ELISA-Automat EUROIMMUN Analyzer I wird nun ergänzt durch einen kleinen Bruder, den EUROIMMUN Analyzer I-2P, der insbesondere für kleinere und mittlere Laboratorien gedacht ist. Alle innovativen Software-Lösungen des großen Gerätes sind auch in der kleineren Version enthalten.
- Für die Inkubation Ihrer Immunblots steht das robuste und preisgünstige Gerät EUROBlotMaster zur Verfügung. Die Blotstreifen werden mit dem System EUROLineScan – entweder mittels Kamerasystem (EUROBlotCamera) oder mittels Flachbettscanner (EUROBlotScanner) – automatisch ausgewertet und archiviert.
Zusammen mit der Firma Carl Zeiss veranstalten wir am MEDICA-Samstag, den 22.11.2008, wieder unseren „Immunfluoreszenzkurs“ (MEDICA-Kongress-Nr. 436). Das Programm ist in diesem Jahr vor allem für erfahrene Diagnostiker ausgelegt. Der Kurs beginnt 13.30 (!) Uhr und endet 18.00 Uhr. Ort: CCD Süd, 2. OG, Raum 27. Er ist von der Nordrheinischen Akademie für ärztl. Fort- und Weiterbildung mit 5 CME-Punkten zertifiziert. Interessenten können sich in Düsseldorf anmelden (www.medica.de).
Anti-CCP-Tests: Die Spreu vom Weizen trennen
Es gibt gute Nachrichten: Seit 1. Juli 2007 kann man die Untersuchung der Antikörper gegen CCP (cyclisches citrulliniertes Peptid) mit den Krankenkassen abrechnen. Der Anti-CCP-Nachweis hat aufgrund seiner hohen Spezifität für die Rheumatoide Arthritis (RA) und seiner prognostischen Aussagefähigkeit den Rheumafaktoren den Rang abgelaufen (Spezifität: Anti-CCP 97%, Rheumafaktoren 62%, A. Vasishta, Am. Clin. Lab. 21:34, 2002). EUROIMMUN informiert das Fachpublikum bereits seit fünf Jahren weltweit über diesen Parameter und war sein maßgeblicher Wegbereiter. Nicht alle heute auf dem Markt erhältlichen Anti-Citrullin-ELISA erreichen so hohe Spezifitätswerte. In vergleichenden Studien schneiden häufig solche Tests schlecht ab, die keine optimierten CCP-Antigene der 2. Generation (W. van Venrooij et al. (2002) Neth. J. Med. 60:383) verwenden, sondern andere citrullinierte Peptide. Dieser Tatsache hat auch die Bundes-KV Rechnung getragen, indem nur die Bestimmung der Antikörper gegen CCP abgerechnet werden darf (Deutsches Ärzteblatt, Jg. 104, Heft 6, A377), nicht jedoch gegen andere Antigene, wie „MCV“, „CPA“ oder „citrullinierte IgG-Fragmente“. Der EUROIMMUN Anti-CCP-ELISA nimmt dagegen einen Spitzenplatz ein – hinsichtlich der Spezifität wird er von keinem anderen Test übertroffen (N. Bizzaro et al. (2006) 5th International Congress on Autoimmunity, Sorrent, Italien), auch nicht von scherzhaft so genannten „Tests der 3. Generation“, deren Spezifität, bei zwar verbesserter Empfindlichkeit, teilweise deutlich abfällt.
M2-3E: Ein kompetentes Designer-Antigen für die Bestimmung der Antikörper gegen M2 in der Diagnostik der PBC
Zum Nachweis der Primär-biliären Leberzirrhose (PBC) läßt der Arzt Antikörper gegen das Mitochondrien-Antigen M2 (AMA-M2) bestimmen. Dies ist ein Komplex aus mehreren Enzymen – von denen als Autoantigene folgende Untereinheiten wichtig sind: Pyruvat-Dehydrogenase, Verzweigtketten-Ketosäure-Dehydrogenase und Ketoglutarat-Dehydrogenase. Bis zu 90% der M2-spezifischen Autoantikörper richten sich gegen die Pyruvat-Dehydrogenase, daher basieren viele kommerzielle Anti-M2-ELISA allein auf diesem Hauptzielantigen, darunter auch der bisher von EUROIMMUN hergestellte Test. Ein kleiner Rest von Patienten mit Antikörpern ausschließlich gegen Epitope der zwei übrigen Enzyme wurde bisher serologisch nicht erfasst. Ein neues Testsystem von EUROIMMUN verwendet dagegen ein Designer-Fusionsprotein, das alle drei relevanten Enzymkomplexe (3E) des M2-Antigens in definierter Relation zueinander enthält (nach Moteki et al., Hepatology 24:97, 1996). In einer Studie mit 170 Seren klinisch charakterisierter PBC-Patienten zeigte der EUROIMMUN Anti-M2-3E-ELISA die bislang unerreichte Sensitivität von 93% (herkömmlicher Anti-M2-ELISA im gleichen Patientenkollektiv: 79%). Die Spezifität des neuen Testsystems betrug 98% – sie wurde anhand eines Kontrollkollektivs von 989 Seren ermittelt.
BIOCHIP-Mosaiken™ für die serologische Diagnostik von Tropenkrankheiten und speziellen Infektionen

Der wachsende Ferntourismus stellt Ärzte in Deutschland vor große Herausforderungen: Jedes Jahr reisen vier Millionen Bundesbürger in tropische oder subtropische Länder, fast jeder fünfte kehrt mit Diarrhoe oder Fieber zurück. Von diesen kann bei etwa 15 Prozent eine tropentypische Infektion nachgewiesen werden. Ein immer größer werdendes Problem sind z. B. importierte Infektionen mit Dengue-Viren. Schätzungen des Robert - Koch-Institutes gehen von mehreren hundert Fällen pro Jahr mit einer hohen Dunkelziffer aus. Da sich die Leitsymptome vieler tropischer Fieberkrankheiten sehr ähneln und sich die Endemiegebiete häufig überlappen, müssen spezifische Erreger- und Antikörpernachweise oft helfen, unklare Befunde abzusichern und hochgefährliche Infektionskrankheiten auszuschließen. Um möglichst vielen Laboratorien eine zuverlässige, standardisierte serologische Diagnostik zu ermöglichen, entwickelt EUROIMMUN ein umfangreiches Repertoire für die indirekte Immunfluoreszenz.
Für folgende Erreger sind bereits Testsysteme (Einzeltests oder BIOCHIP-Mosaiken™ in beliebigen Kombinationen) erhältlich: SARS-Coronaviren, Dengue-Viren (Typen 1-4), West-Nil-Viren, Gelbfieber-Viren, Japanische-Enzephalitis-Viren, Sandfliegen-Fieber-Viren (Typen Sicilian, Naples, Toscana und Cyprus), Hantaviren (Typen Hantaan, Puumala, Seoul, Dobrava, Saaremaa, Sin Nombre und Andes) und Chikungunya-Viren. Für die Diagnostik der Antikörper gegen SARS-Coronaviren, Dengue-Viren Typ 2 und West-Nil-Viren bietet EUROIMMUN auch ELISA an. Die Produkte sind gemäß der IVD-Richtlinie 98/79/EG zertifiziert (CE-Kennzeichnung). Zur Evaluierung der Testsysteme werden in Kooperation mit renommierten Instituten wissenschaftliche Studien durchgeführt. Mehr Informationen
EUROIMMUN auf der Analytica in München, vom 1. bis zum 4. April 2008
Was hat sich im letzten Halbjahr alles getan auf den Gebieten Autoimmun-Diagnostik, Infektions-Serologie und Allergologie? Besuchen Sie uns in Halle A3 auf dem Stand 501, dann werden wir Ihnen von den wichtigsten Neuerungen berichten!
Insbesondere möchten wir Ihnen unsere Automatisierungslösungen vorstellen – sorgfältig aufeinander abgestimmte Konzepte für das gesamte Spektrum der Antikörperdiagnostik, zur Optimierung der täglichen Arbeitsabläufe in Ihrem Labor:
| Gerät/Software | Details |
IIFT | EUROStar II Plus | LED-IIFT-Mikroskop mit Durchlicht, Polarisations-/Phasenkontrast |
ELISA | EUROIMMUN Analyzer I | |
| EUROIMMUN Analyzer I-2P | Vollautomatischer ELISA-Prozessor (bis zu 3 Platten) |
Blot | EUROBlotMaster | Automatischer Immunblot-Prozessor (Inkubation) |
| EUROLineScan | System zur Auswertung inkubierter Blotstreifen und Befund-archivierung |
LIMS | EUROLabOffice | Software zur Geräteanbindung und Befunderhebung/-verwaltung |
Lassen Sie sich zudem vom Testverhalten unserer maßgeschneiderten Designer-Antigene überzeugen, die in multizentrischen klinischen Studien vollkommen neue Qualitätsstandards in der serologischen Diagnostik der Zöliakie, des systemischen Lupus erythematodes sowie der Wegener´schen Granulomatose gesetzt haben.

Serologische Diagnostik des Bullösen Pemphigoids: Der neue Anti-BP180-4X-ELISA von EUROIMMUN
Das Bullöse Pemphigoid stellt eine der häufigsten Autoimmundermatosen dar. Die Inzidenz liegt, je nach Lebensalter, zwischen jährlich 0,7 bis 1,8 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner und steigt nach dem 60. Lebensjahr deutlich an. Für die Diagnose ist neben dem klinischen Bild der Nachweis spezifischer Autoantikörper in der Haut (direkte Immunfluoreszenz) und im Serum (indirekte Immunfluoreszenz, ELISA) entscheidend. Diese Autoantikörper richten sich hauptsächlich gegen die nicht-kollagene Domäne NC16A des Proteins BP180/Kollagen XVII („Bullöses-Pemphigoid-Antigen“, 180 kDa), das für die Adhäsion der Epidermis auf dem Bindegewebe verantwortlich ist. Die Prävalenz der Autoantikörper beträgt beim Bullösen Pemphigoid 90% (indirekte Immunfluoreszenz auf salzgespaltener Haut).
Für den Nachweis der Antikörper gegen BP180 existieren bereits ELISA-Testsysteme, die in der Sensitivität der indirekten Immunfluoreszenz gleichkommen. Sie liefern jedoch gelegentlich falsch-positive Ergebnisse – zum Beispiel bei Rheumatoider Arthritis, SLE oder Progressiver Systemsklerose. Durch eine Modifikation des im ELISA für die Beschichtung der Festphase verwendeten Antigens ist es gelungen, den Antikörpern der Serumprobe das Epitop-Spektrum in einer optimierten Weise komplett zu präsentieren: Erstmals wird eine Multimerstruktur der NC16A-Domäne zum Antikörpernachweis eingesetzt. Jedes Epitop ist im Molekül mehrfach vertreten – wird eines durch die Bindung an die Festphase blockiert, stehen noch weitere für die Reaktion mit den Autoantikörpern zur Verfügung. Die dadurch erreichte deutlich verbesserte Immunreaktivität erlaubt es, den Test spezifischer einzustellen, so dass nahezu ausschließlich nur noch Seren reagieren, die tatsächlich Autoantikörper gegen BP180 enthalten.
Der Anti-BP180-4X-ELISA von EUROIMMUN stellt eine kompetente Alternative zur indirekten Immunfluoreszenz dar. Der Test ermöglicht die eindeutige Charakterisierung der beim Bullösen Pemphigoid vorkommenden Autoantikörper und somit die Abgrenzung zu anderen bullösen Autoimmundermatosen, wie Pemphigus vulgaris, Epidermolysis bullosa acquisita und Dermatitis herpetiformis Duhring. Das neue Testsystem zeichnet sich durch eine kürzere Abarbeitung (75 min) gegenüber bisherigen Testsystemen aus, und es ist einfacher zu handhaben. Der Anti-BP180-4X-ELISA weist eine Sensitivität von 89,9% auf und besticht durch seine unerreicht hohe Spezifität (97,9%)! Der Serumspiegel der Anti-BP180-Autoantikörper korreliert mit der Krankheitsaktivität. Dieser Parameter spielt daher nicht nur bei der Primärdiagnostik eine große Rolle, sondern auch bei der Einschätzung des Krankheitsverlaufs und des weiteren Therapiebedarfs.





