Stand: 04.12.2012
Die EUROIMMUN-Innovationen auf einen Blick
Hepatitis E-Virus (HEV)-Infektionen sicher identifizieren mit ELISA-Tests von EUROIMMUN

Infektionen mit dem Hepatitis E-Virus (HEV) sind die weltweit häufigste Ursache einer nicht durch Hepatitis-A- oder Hepatitis-B-Viren verursachten Hepatitis. Da die Hepatitis E nicht nur der Hepatitis A, sondern im Anfangsstadium auch anderen Hepatitiden ähnelt, sind differentialdiagnostische Untersuchungen sowohl klinisch als auch labordiagnostisch unumgänglich, weil schwere Verlaufsformen lebensbedrohlich sein können.
Neben dem PCR-Nachweis von viraler RNA in Blut oder Stuhl (empfohlene Methode in sehr frühen Phasen der Infektion) kommt hierbei dem Nachweis von HEV-spezifischen IgM- und IgG-Antikörpern eine entscheidende Bedeutung für die Akutdiagnostik zu.
Für den Nachweis HEV-spezifischer Antikörper der Klassen IgG bzw. IgM bietet EUROIMMUN ab sofort zwei neue ELISA-Tests an:
Test | Ig-Klasse | Bestellnummer |
Anti-Hepatitis-E-Viren (HEV)-ELISA | IgG, IgM | EI 2525 G bzw. M |
Vorteile auf einen Blick:
- höchste Sensitivität und Spezifität beim Antikörpernachweis aufgrund sorgfältig ausgewählter rekombinanter Zielantigene der HEV-Genotypen 1 und 3 als Antigen-Substrat
- Quantifizierung in internationalen Einheiten (IE/ml) – als einziger kommerzieller anti-HEV-ELISA (IgG)
- erstklassige Linearität in Bezug auf den WHO-Standard
- ideal für Differentialdiagnostik, Blutspender-Screenings (in Kombination mit PCR-Nachweis der HEV-RNA) und Epidemiologie
- volle Automatisierbarkeit
Anti-Borrelia-EUROLINE-RN-AT-adv: höchste Spezifität für die Borreliose-Diagnostik durch OspC advanced

- Probst et al., ICLB 2010
Für den Nachweis einer frischen Borrelien-Infektion sind IgM-Antikörper gegenOspC der wichtigste serologische Marker. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass natives OspC (dimere Form) ein hervorragendes Antigensubstrat darstellt. Die standardisierte Produktion von nativem OspC ist jedoch kompliziert, weshalb in vielen kommerziellen Testsystemen rekombinantes OspC verwendet wird. Um ausreichend hohe Expressionsraten zu erzielen, wird rekombinantes OspC-Protein in der Regel in verkürzter Form exprimiert, was die Bildung von kovalent verbundenen Dimeren weitestgehend verhindert. Monomeres OspC reagiert in serologischen Testsystemen weniger sensitiv als dimeres OspC (Probst et al., 2012) und wird daher meist in höheren Konzentrationen eingesetzt. Hierdurch wird zwar eine akzeptable Trefferquote erreicht, jedoch beobachtet man auch eine erhebliche Zahl unspezifischer Reaktionen.
Wissenschaftlern der EUROIMMUN AG ist es gelungen, kovalent verbundenes, dimeres OspC mit Hilfe gentechnischer Methoden rekombinant herzustellen (Europäisches Patent EP 2 199 303 A1). Dieses OspC advanced weist eine über 30% höhere Spezifität auf als herkömmliches rekombinantes OspC bei gleicher Sensitivität wie natives OspC. OspC advanced ist die wichtigste Antigenkomponente des neuen Anti-Borrelia-EUROLINE-RN-AT-adv (DN 2132-2 M). Durch den Einsatz dieses Linien-Blots wird somit das Risiko falsch positiver IgM-Befunde in der Borrelienserologie minimiert. Zudem können Antikörper gegen alle relevanten humanpathogenen Borrelien-Genospezies sicher nachgewiesen werden, da OspC advanced von B. afzelii, B. burgdorferi, B. garinii und B. spielmanii enthalten ist.
Über den neuen Anti-Borrelia-EUROLINE-RN-AT-adv hinaus bietet Ihnen EUROIMMUN ein Komplettpaket für die Borrelien-Diagnostik, das keine Wünsche offen lässt. Es orientiert sich an internationalen Richtlinien zur Zweistufendiagnostik der Borreliose (DGHM; RKI, Berlin; CDC, Atlanta, USA) und zur Liquordiagnostik. Sämtliche Reagenzien sind CE-zertifiziert und es existieren umfassende Automatisierungskonzepte für alle Testsysteme – ausführliche Validierungsdaten stellen wir auf Wunsch gerne zur Verfügung.
| Test | Bestellnummer |
Suchtest | Anti-Borrelia-plus-VlsE-ELISA (IgG) | EI 2132-2 G |
Anti-Borrelia-ELISA (IgM) | EI 2132 M | |
Anti-Borrelia Select ELISA (IgG, IgM) | EI 2132-5 G/M | |
Anti-Borrelia-IIFT-EUROPLUS | FI 2136-1 G/M | |
Bestätigungstest | Anti-Borrelia-EUROLINE-WB | DY 2131-1 G/M |
Anti-Borrelia-Westernblots (alle drei Genospezies) | DY 2131/2/4 G/M | |
Anti-Borrelia-EUROLINE-RN-AT | DN 2131 G/M | |
Anti-Borrelia-EUROLINE-RN-AT-adv | DN 2131-2 M | |
Liquordiagnostik | Anti-Borrelia-plus-VlsE-ELISA (IgG) für Liquor* | EI 2132-L G |
Anti-Borrelia-ELISA (IgM) für Liquor* | EI 2132-L M |
* inklusive gebrauchsfertiger, farbcodierter Kontrollen zur Überprüfung der Inkubationen/Berechnungen
Neue Produkte für die Chlamydien-Diagnostik

- Anti-C.-trachomatis-EUROLINE-WB
Als neue Screening-Tests sind ab sofort die EUROIMMUN Anti-Chlamydia-ELISA (IgA, IgG, IgM) verfügbar. Durch die Verwendung von C. trachomatis- und C. pneumoniae-Antigenen, wie z.B. genus-spezifisches LPS (Lipopolysaccharid), OMPs (outer membrane proteins) und MOMP (major outer membrane protein) können mit diesem ELISA Antikörper gegen beide Spezies zuverlässig erfasst werden.
Darüber hinaus bietet EUROIMMUN zum Antikörper-Nachweis auch einen Immunblot an: Bei dem Anti-Chlamydia-trachomatis-EUROLINE-WB (IgA, IgG) werden drei verschiedene Antigenkategorien eingesetzt:
1) Ein elektrophoretisch aufgetrennter Antigen-Extrakt von C. trachomatis
2) Chlamydia-kreuzreaktives LPS (im Antigen-Extrakt enthalten)
3) hochspezifische rekombinant hergestellte MOMP-Antigene
Dadurch ist eine hohe Sensitivität und Spezifität gewährleistet.
Vorteile des Anti-C.-trachomatis-EUROLINE-WB auf einen Blick:
- Einzigartig durch die Kombination von 3 Antigenkategorien: kreuzreagierendes LPS, spezifische WB-Banden und Spezies-spezifisches MOMP
- Sehr gute Übereinstimmung mit den Resultaten vorcharakterisierter Seren (INSTAND e. V.)
- Hohe Korrelation zu Mitbewerber-Testsystemen
- Sehr hohe Sensitivität und Spezifität
- Gleiche Inkubationszeiten wie alle EUROIMMUN-Infektionsblots für eine unkomplizierte, parallele Durchführung
- Automatische Inkubation und Software-basierte Auswertung
(
EUROBlotMaster,
EUROBlotOne,
EUROLineScan)
EUROIMMUN Anti-Chlamydia-Tests | Ig-Klasse | Bestellnummer |
Anti-Chlamydien-MIF | IgA, IgG, IgM | FI 2190-3 A, G bzw. M |
Anti-Chlamydia-ELISA | IgA, IgG, IgM | EI 2190 A, G bzw. M |
Anti-C. trachomatis-ELISA | IgA, IgG, IgM | EI 2191 A, G bzw. M |
Anti-C. pneumoniae-ELISA | IgA, IgG, IgM | EI 2192 A, G bzw. M |
Anti-C. trachomatis-EUROLINE-WB | IgA, IgG | DY 2191-1 A bzw. G |

Der neue Anti-Enteroviren-ELISA: Sinnvolle Ergänzung zum Erreger-Direktnachweis
Unser Produktportfolio für die infektionsserologischen ELISA wurde durch die EUROIMMUN Anti-Enteroviren-ELISA IgA, IgG und IgM erweitert. Die Tests ergänzen das bislang verfügbare Anti-Enteroviren Mosaik 1 (IIFT) und basieren auf kreuzreagierenden, rekombinanten VP1 Antigenen der ECHO- bzw. Coxsackieviren, wodurch im Vergleich zu Lysat-basierten Tests eine konstante Antigenzusammensetzung gewährleistet werden kann.
Diese ELISA sind somit hervorragend für den spezifischen Antikörpernachweis geeignet und stellen eine sinnvolle Ergänzung zum Erreger-Direktnachweis für die Diagnose von Enteroviren-Infektionen dar. Ein positiver IgM- und/oder IgA-Nachweis in Verbindung mit einem signifikanten IgG-Titeranstieg in der Folgeprobe wird als deutlicher Hinweis auf eine akute oder erst kürzlich zurückliegende Enterovirus-Infektion angesehen.
Test | Ig-Klasse | Bestellnummer |
IFT: Anti-Enteroviren-Mosaik 1 | IgA, IgG, IgM | FI 2730-5 A, G bzw. M |
Anti-Enteroviren-ELISA | IgA, IgG, IgM | EI 2730 A, G bzw. M |
MEDICA 2012: 25 Jahre EUROIMMUN – 25 Jahre MEDICA-Teilnahme

Ein Vierteljahrhundert bietet Ihnen EUROIMMUN mittlerweile zuverlässige Reagenzien für die Labordiagnostik – wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und Ihre jahrelange Treue! Ihnen haben wir es zu verdanken, dass die EUROIMMUN AG im letzten „Top 100 Ranking des Mittelstandes“ der Munich Strategy Group (MSG) auf Platz 5 gelandet ist und damit zur „Speerspitze des mittelständischen Unternehmertums“ zählt, die sich durch „dauerhafte Spitzenleistung, unternehmerische Weitsicht und Durchhaltevermögen“ auszeichnet. Darüber freuen wir uns sehr!
Auch auf der MEDICA 2012 präsentierten wir Ihnen interessante Neuentwicklungen
– zu folgenden Themen:
- Nephrologie: Testsysteme zur Bestimmung der Autoantikörper gegen Phospholipase-A2-Rezeptor (Anti-PLA2R) (assoziiert mit primärer membranöser Glomerulonephritis).
- Neurologie: Neue Parameter für die Diagnostik der Autoimmun-Encephalitis – Zielantigene: VGKC (LGI1 + CASPR2), NMDA-Rezeptoren, AMPA-Rezeptoren, GABAB-Rezeptoren und andere.
- Infektions-Serologie: Zum Beispiel einen innovativen ELISA für den Nachweis von Anti-Hepatitis-E-Viren-Antikörpern (IgG, IgM) – quantifizierbar in Internationalen Einheiten (IgG) – hervorragende Übereinstimmung mit dem WHO-Standard.
- Allergologie: Die neue Produktlinie SPAC (Single Purified Allergen Components) zur molekularen Allergie-diagnostik (SPAC Pollen: Lieschgras, Birke; SPAC Insektengifte: Wespe, Biene).
- Gendiagnostik: Weitere EUROArrays für die Parameter Faktor V/Faktor II (Thrombophilie), HFE-Gen (Hämo-chromatose) und HLA DQ2/DQ8 (Zöliakie).
- Automatisierungssysteme: Die modular aufgebauten Geräte EUROLabLiquidHandler und EUROTide (Probenvorbereitung und Inkubation), der Immunblotautomat EUROBlotOne (vollautomatische Inkubation und Auswertung der Blotstreifen), der Sprinter XL (Hochdurchsatzgerät für die IIFT-Automatisierung) und das System EUROPattern (automatisches LED-Mikroskop und Mustererkennungs-Software für die Auswertung Ihrer ANA-Objektträger).
EUROPattern: Computergestützte Immunfluoreszenz-Mikroskopie (CAIFM)

- EUROPattern-Mikroskop
- EUROPattern ist die leistungsfähige Automatisierungslösung von EUROIMMUN für die Evaluierung der Immunfluoreszenz-Objektträger in der Autoimmundiagnostik.
- IIFT-Muster inklusive der Titer werden automatisch erfasst und die Ergebnisse für jeden Patienten angegeben (auch Mischmuster)
- Die Validierung und der Export ins LIS erfolgt per Mausklick mittels EUROLabOffice (ELO).
- Automatische Identifikation der Objektträger durch Matrixcode.
- Abarbeitung von bis zu 500 Auftragestellen automatisch nacheinander.
- Okulare (optional).
- 3D-Handsteuerung für manuellen Betrieb.
- Geregelte LED (> 50.000 h konstantes Licht).
- Keine Dunkelkammer erforderlich.
EUROLabLiquidHandler: Intelligent pipettieren

- EUROLabLiquidHandler
- Skalierbare Gerätegröße (Deckkapazitäten von 15, 30 oder 45 Tracks)
- Je nach Anwendung Einsatz von 1 – 10 Nadeln (z.B. 8 Nadeln für ELISA und 10 Nadeln für EUROIMMUN-Titerplane ®)
- Anwendungsorientierte Proben-, Reagenzien- und Labware-Racks (z. B. ELISA, IIFT, Blot)
- Einfaches Starten benutzerspezifi scher Arbeitslisten mittels vorbereiteter Hard- und Software-Einstellungen
- Schnelle und komplette Datenerfassung von Proben, Reagenzien und Zubehör durch integrierten 2D-Barcodeleser, minimierte „Hands on“-Zeit
- Einmaliges Laden von Proben für die Abarbeitung mehrerer Arbeitslisten (z. B. Screening und Folgetitrationen der positiven Proben)
- Visualisierte Darstellung aller Artikel und bildschirmgeführter, einfacher Ladeprozess
- Lückenlose, fehlerfreie Erfassung und Dokumentation der Proben und Reagenzien durch Matrix- und Barcodierung
- Rückführbare Zuordnung der Analyse-Ergebnisse zu verwendeten Proben und Reagenzien
- Kontrolle der Funktionsfähigkeit durch spezielles Assay- und Auswertemodul
Sprinter XL: Schnelle IFT-Automatisierung für mittlere bis hohe Durchsätze – auch für ELISA

- Sprinter XL.
- Konsolidierung: vollautomatisches Prozessieren von Immunfluoreszenz-Test und ELISA auf einem Gerät / in einem Lauf.
- Schnelle Ergebnisse: 4 waschbare Nadeln und 2 Arme sorgen für ein effizientes und optimales Zeitmanagement der Arbeitslisten.
- Flexibilität: Verfügbarkeit von Geräte-Konfigurationen für verschiedene Laboranforderungen.
- Qualität und Sicherheit: moderne Waschtechnologie für brilliante Fluoreszenzen, Gerinnselerkennung, Flüssigkeitsdetektion und präzises Pipettieren.
- Kundenfreundliche Software und Bedienung: nur vier Schritte zum Starten einer Arbeitsliste notwendig.
- 160 (oder 240) Primärröhrchen (10 - 16 mm Röhrchendurchmesser).
- 64 (49) Kontrollen / Kalibratoren, 20 (12) Sekundärreagenzien, 6 Probenpuffer und 4 Waschpuffer.
- Bis zu 30 Objektträger / 6 Mikrotiterplatten.
- 162 Screeningverdünnungen / 192 Titerverdünnungen.
EUROBlotOne: Einzigartige Automatisierung des Blotarbeitsplatzes: Von der Probenidentifikation bis zum fertigen Ergebnis

- EUROBlotOne
Demnächst verfügbar!
- Vollautomatisches System: Abarbeitung von Immunblot-Tests – von der Probenidentifikation bis zum fertigen Ergebnis.
- Sicherheit: integrierte Barcode-Identifizierung gewährleistet das Pipettieren der korrekten Proben.
- Flexibilität: Autoimmun-, Infektions- und Allergie-Diagnostik auf einem Gerät, Verfügbarkeit vieler innovativer, Multiparameter-Tests.
- Hohe Walk-away-Kapazität: bis zu 44 Proben in einem Lauf.
- Vereinfachung der Routine: anwenderfreundliche Soft- und Hardware, sowie minimaler Wartungsaufwand.
- Zuverlässigkeit: Auswertung erfolgt automatisch mit der weltweit etablierten und kundenfreundlichen Software EUROLineScan, bidirektionale Anbindung an LIS möglich (über EUROLineScan).
- Alles aus einer Hand: ein Ansprechpartner für kompletten Service und Support von Reagenz, Gerät und Software.
Autoantikörper gegen Phospholipase-A2-Rezeptoren in der Diagnostik der Primären membranösen Glomerulonephritis

Die Primäre membranöse Glomerulonephritis (MGN) ist mit Autoantikörpern gegen Phospholipase-A2-Rezeptoren (Anti-PLA2R) assoziiert (Beck et al., N Engl J Med 361: 11, 2009). Es ist uns gelungen, diese wichtige neue Erkenntnis innerhalb kürzester Zeit diagnostisch nutzbar zu machen: Der Nachweis dieser Antikörper unterstützt Sie bei der Diagnose (z. B. Abgrenzung gegenüber sekundärer MGN) – gibt aber auch Aufschluss über die Aktivität der Erkrankung und das Ansprechen der Therapie.
Für die Untersuchung bietet Ihnen EUROIMMUN exklusiv zwei Analyse-Möglichkeiten an: Einen indirekten Immunfluoreszenztest (IIFT; Best.-Nr.: FA 1254-50) und einen ELISA (Best.-Nr.: EA 1254). Als Substrate für den IIFT dienen BIOCHIPs mit humanen Zellen, die rekombinantes PLA2R exprimieren, der ELISA beruht auf gereinigtem rekombinantem PLA2R. Diese Testsysteme bildeten die Grundlage für die Ergebnisse mehrerer Publikationen (Abstracts beigefügt).
Für den IIFT empfehlen wir den Einsatz von BIOCHIP-Mosaiken, mit denen gleich mehrere in der Nephrologie relevante Autoantikörper erfasst werden – das Profil umfasst zusätzlich z. B. ANA (Lupus-Nephritis), ANCA (M. Wegener) oder Antikörper gegen glomeruläre Basalmembran (Goodpasture Syndrom). Der ELISA korreliert zu >98% mit dem IIFT und eignet sich besonders für die Quantifizierung der Antikörperspiegel im Rahmen der Therapie-Überwachung.
Kollektive | Anti-PLA2R positiv |
Bioptisch gesicherte primäre MGN | 52% (n = 100) |
Sekundäre MGN | 0% (n = 17) |
Nicht-membranöse Glomerulonephritis | 0% (n = 90) |
Gesunde Blutspender | 0% (n = 153) |
Sensitivität | 52% (n = 100) |
Spezifität | 100% (n = 260) |
Molekulargenetische Diagnostik mit EUROArrays

Bei den neuen Microarrays von EUROIMMUN bestimmen Sie komplexe genetische Marker mit einer einzigen Inkubation, wie z. B. den für die Diagnose der Zöliakie wichtigen Genotypen HLA-DQ2/DQ8. Jede Analyse stützt sich auf mehrere akribisch ausgesuchte Sonden, dadurch wird sie besonders sensitiv und spezifisch, und Sie erfassen auch seltene Genvarianten. So können Sie beispielsweise bei der Bestimmung von HLA-B27 die nicht Bechterew-assoziierten Subtypen HLA-B*2706 und -B*2709 auf Anhieb identifizieren und Fehldiagnosen vermeiden.
Die EUROArray-Technologie findet vor allem wegen der starken Vereinfachung des Untersuchungsablaufes großen Zuspruch. Man kann einerseits konventionell isolierte DNA einsetzen, eine Alternative bieten die Systeme „EUROArray Direct“: Die Vorbereitung der Blutprobe für die PCR dauert hier nur 1 Minute. Die relevanten Sequenzen werden mit Hilfe einer Multiplex-PCR vervielfältigt. Anschließend werden die Produkte mit einem Microarray inkubiert. Die Auswertung erfolgt vollautomatisch – ein Knopfdruck und man erhält einen eindeutigen Befund. Die Validität jedes Einzel-Ergebnisses wird über Kontrollsonden abgesichert, keine aufwändige Interpretation komplexer Bandenmuster!
Für folgende genetische Marker sind EUROArrays bisher verfügbar:
Produkt | Erkrankung | Bestell-Nr. |
EUROArray HLA-B27 EUROArray HLA-B27 Direct | Morbus Bechterew (Ankylosierende Spondylitis) | MN 5110-#### MN 5110-####-V |
EUROArray HLA-Cw6 | Psoriasis | MN 5410-#### |
EUROArray HLA-DQ2/DQ8 | Zöliakie | MN 5310-#### |
EUROArray Hämochromatose Direct H63D / C282Y H63D / C282Y / S65C / E168X | Hämochromatose | MN 5510-####-V MN 5511-####-V |
EUROArray FV Leiden / FII Direct EUROArray FV Direct EUROArray FII Direct | Thrombosen / Thrombophilie | MN 5810-####-V MN 5811-####-V MN 5812-####-V |
Tückische Infektionen mit Parvovirus B19 zuverlässig erkennen
Im nächsten Frühjahr werden in vielen Kindergärten und Schulen wieder kleine Parvovirus-B19-Endemien ausbrechen. Die Infektion manifestiert sich als Fiebererkrankung mit einem charakteristischen Exanthem (Ringelröteln, Erythema infectiosum). An Komplikationen kommen gelegentlich Arthritis, Enzephalitis, Vaskulitis, Myokarditis und persistierende Thrombo- und Neutropenie vor. Die Ansteckung erfolgt vorwiegend durch Tröpfcheninfektion über den Respirationstrakt, die Viren können auch durch Blut oder Blutprodukte sowie diaplazentar übertragen werden. Sie befallen die Vorläuferzellen der Erythrozyten, was sich in einer drastischen Reduktion der Retikulozytenzahl und der Hämoglobin-Konzentration widerspiegelt. Die Seroprävalenz liegt bei 60-70%.
Im Vergleich zu Kindern zeigen Erwachsene im Allgemeinen eine intensivere Symptomatik, 77% der Betroffenen leiden oft monatelang unter einer peripheren Polyarthritis mit symmetrischem Befall vor allem der kleinen Gelenke, sodass viele Patienten wegen der Gelenkschmerzen den Rheumatologen aufsuchen. Das klinische Bild kann dem einer Rheumatoiden Arthritis ähneln – Antikörper der Klasse IgM oder niedrig-avide Antikörper der Klasse IgG gegen Parvovirus-B19 sind diagnostisch wegweisend, ggf. auch ein Titeranstieg im IgG.
Parvovirus B19 hat große Bedeutung in der Schwangerschaft, der Erreger ist die häufigste infektiöse (nicht immunhämatologische) Ursache von fetaler Anämie und Hydrops fetalis. Jährlich sind mehrere hundert Kinder in Deutschland betroffen, deshalb ist anzuraten, die Seronegativen unter den Schwangeren im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge zu identifizieren und zur Expositionsprophylaxe anzuhalten: Bis zur Niederkunft sollten sie Gemeinschaftseinrichtungen meiden, Geschwister nicht mehr in den Kindergarten und zur Schule bringen oder von dort abholen und vor allem nicht mehr als Kindergärtnerin oder Lehrerin arbeiten (das gilt gleichermaßen für Schwangere mit negativer Masern-, Mumps-, Röteln-, Cytomegalie- und Varizellen-Serologie). Wird in der Gravidität eine akute Parvovirus-B19-Infektion diagnostiziert, muss der Zustand des Feten engmaschig überwacht werden, um eine Anämie frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls intrauterine Transfusionen zu verabreichen.
EUROIMMUN bietet Ihnen einen hochkompetenten Anti-Parvovirus-B19-ELISA an, der von den Anwendern besonders wegen seines einfachen Testprotokolls geschätzt wird, sowohl für den Nachweis der IgG-, als auch der IgM-Antikörper. Er basiert auf dem wichtigen (rekombinant in Hefezellen exprimierten) VP2-Antigen. Der Test ordnet sich in die bestehende große Palette der zuverlässigen EUROIMMUN-ELISA ein und lässt sich komfortabel mit dem EUROIMMUN Analyzer I abarbeiten.
Darüber hinaus bietet EUROIMMUN Ihnen auch einen Anti-Parvovirus EUROLINE an, der durch Verwendung der Antigene NS1, VP1, VP2 und VLP einen entscheidenden Beitrag zur weiterführenden Diagnostik von Parvovirus-Infektionen leistet.
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Bordetella-pertussis-Serodiagnostik: Mit EUROIMMUN sind Sie auf dem neuesten Stand!

Um eine akute Bordetella-pertussis-Infektion serologisch zu diagnostizieren, genügt nach neuesten Erkenntnissen in vielen Fällen die einmalige Bestimmung der IgG-Antikörper gegen Pertussis-Toxin (PT). Man verzichtet auf die zweite Blutentnahme und interpretiert die Resultate gemäß folgendem Schema:
Konzentration Anti-PT (IgG) | Interpretation |
< 40 IE/ml | Kein Hinweis auf frische Infektion, weitere Tests nur bei entsprechender Symptomatik |
40 bis <100 IE/ml | Serologische Konstellation unklar, zweite Probe nach mehreren Tagen untersuchen |
>= 100 IE/ml | Hinweis auf frische Infektion oder kürzliche Impfung |
Ist eine eingehendere Untersuchung notwendig, werden Antikörper gegen Pertussis-Toxin (IgA) und gegen Filamentöses Hämagglutinin (FHA; IgG oder IgA) separat voneinander gemessen. Generell wird von Testsystemen abgeraten, die ein Gemisch aus PT und FHA als Antigen verwenden – sie erlauben keine sinnvolle Quantifizierung. Altersbezogene Referenzbereiche finden Sie im Internet.
Mit EUROIMMUN-Reagenzien ist eine einheitliche, reproduzierbare und mit dem aktuellen Stand der Wissenschaft konforme Bordetella-pertussis-Serologie gewährleistet. Die ELISA sind CE-markiert und erlauben den separaten Nachweis spezifischer Antikörper gegen PT und FHA. Die Befunde werden in internationalen Einheiten (IE/ml) angegeben. Ergänzt werden die ELISA durch Immunblots zur parallelen Untersuchung der Antikörper gegen Adenylatcyclase-Toxin (ACT), PT und FHA:
Testsystem | Ig-Klasse | Bestellnummer |
Anti-Bordetella-pertussis-Toxin-ELISA | IgA, IgG | EI 2050 A bzw. G |
Anti-Bordetella-FHA-ELISA | IgA, IgG | EI 2050-3 A bzw. G |
Anti-Bordetella-pertussis-ELISA | IgM | EI 2050 M |
Anti-Bordetella-Pertacin-ELISA | IgG | EI 2050-4 G |
EUROLINE Bordetella pertussis (ACT, PT, FHA) | IgA, IgG | DN 2050 A bzw. G |
EUROASSAY: 10 separate Einzeltests für 30 Allergie-Parameter – abrechenbar nach EBM-Ziffer 32427

Folgt man den neuen Richtlinien der Kostenerstattung, so gerät die Allergiediagnostik zu einem Spiel des Zufalls. Nur noch einige wenige spezifische IgE-Bestimmungen werden je Fall vergütet. Die Erfolgschancen sinken, aus dem Spektrum potentieller Allergene die für jeden einzelnen Patienten relevanten zu identifizieren – Voraussetzung für geeignete prophylaktische Maßnahmen.
Nach unserer Auffassung beinhaltet jede vernünftige Allergie-Diagnostik die Erstellung eines Symptom-orientierten Allergieprofils. Deshalb hat EUROIMMUN mit dem EUROASSAY eine Plattform geschaffen, bei der in 10 Einzelansätzen 30 Ergebnisse erzielt werden – und nach EBM-Ziffer 32427 mit dem Höchstsatz von 65 Euro abgerechnet werden. Dazu wählt der Allergologe aus einem großen Sortiment von Parametern die individuell relevanten Antigene aus und stellt sie auf EUROASSAY-Objektträgern zusammen.
Beispiele für solche Allergieprofile sind:
EUROASSAY | Bestellnummer |
Profil Inhalation | DE 3110-1001 E |
Profil Nahrungsmittel | DE 3410-1001 E |
Profil Pädiatrie/Atopie | DE 3712-1001 E |
Für eine komfortable automatische, auch quantitative Auswertung steht das System EUROLineScan zur Verfügung: Ein Flachbettscanner erfasst die Reaktionen, wertet sie aus und archiviert die Befunde.Das EUROASSAY-Testsystem ist aufgrund des geringen Kostenaufwandes und der einfachen Handhabung hervorragend für das Labor des niedergelassenen Arztes geeignet. Besonders interessant ist der EUROASSAY für die pädiatrische Allergiediagnostik: Er beinhaltet alle wichtigen Allergen-Kombinationen (unter anderem Hühnerei, Kuhmilch, Birke, Beifuß, Meeresfrüchte und Nüsse) und erfordert nur 25 μl Patientenserum je drei Parameter.
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Autoimmun-Enzephalitis: Autoimmundiagnostik auf höchstem Niveau
in jüngster Zeit wurden mehrere Autoantikörper entdeckt, die aufgrund ihrer herausragenden Bedeutung raschen Eingang in die klinische Patientenversorgung gefunden haben.
Ein wesentlicher Durchbruch gelang bei der Diagnostik der Autoimmun-Enzephalitis. Diese lebensbedrohliche Erkrankung beginnt oftmals mit unspezifischen Symptomen, wie Kopfschmerzen, Störungen der Gedächtnis-leistung und des Verhaltens. Wahnvorstellungen und Halluzinationen führen nicht selten zu einer Fehleinweisung in die Psychiatrie. Ursache sind (oftmals paraneoplastische) Autoimmunreaktionen gegen Oberflächenantigene von Neuronen.
Die Diagnostik der assoziierten Autoantikörper kann wegen der therapeutischen Optionen das Schicksal der Patienten bestimmen. Sie erfolgt vorwiegend durch indirekte Immunfluoreszenz mit humanen Zell-Linien, in denen Neurorezeptoren rekombinant exprimiert werden, darunter Glutamatrezeptoren Typen NMDA und AMPA, GABAb-Rezeptoren, sowie die Kaliumkanal-assoziierten Proteine LGI1 und CASPR2. Da sich die Symptome der verschiedenen Krankheitsentitäten oft ähneln, bietet es sich an, Autoantikörper-Profile mit BIOCHIP-Mosaiken zu erstellen, die zehn oder mehr Parameter erfassen. Davon profitieren viele der betroffenen Patienten: Ein Drittel der positiven Reaktionen wird durch einen anderen als den erwarteten Autoantikörper hervorgerufen.
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